Dr. Anne Katrin Matyssek, „do care!“
www.do-care.de
Wer sind Sie und was bieten Sie an?
Anne Katrin Matyssek, Autorin, www.do-care.de
Worin besteht Ihr besonderes Fachwissen?
Schon vor vielen Jahren ist mir als Trainerin und Beraterin zu Betrieblichem Gesundheitsmanagement aufgefallen, wie viele Menschen sich am Arbeitsplatz nach Anerkennung sehnen. Seitdem setze ich – von Haus aus Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin – mich für gesundheitsgerechte Führung und mehr Wertschätzung in der Arbeitswelt ein.
Dazu gibt es von mir wöchentlich Podcasts (www.podcast-pause.de und www.gesund-führen-podcast.de), alle 2 Monate einen kostenlosen Infobrief mit Leseproben aus meinen Büchern und seit neustem auch www.do-care.tv mit kostenlosen Video-Vorträgen für mehr Wohlbefinden im Job: angefangen beim Umgang mit anerkennungsgeizigen Chefs über Tipps zur Stressbewältigung bis hin zu Ideen für Führungskräfte-Veranstaltungen (und übrigens auch eins über kostenlose Öffentlichkeitsarbeit mit dem Titel „Machen Sie Ihre Arbeit bekannt“ …).
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, kostenlos Wissen zu veröffentlichen?
Seit Beginn meiner selbständigen Tätigkeit habe ich die Hälfte meiner Zeit in Öffentlichkeitsarbeit gesteckt – und die funktioniert meiner Erfahrung nach immer dann, wenn Leser oder Zuschauer spüren, dass ihnen meine Tipps wirklich in der Praxis nützen. Das hat sich herumgesprochen, mehr Leute kamen auf meine Websites, kauften meine Bücher usw. Das hat eine schöne Positiv-Spirale in Gang gesetzt.
Welche Plattformen nutzen Sie dazu?
Ich halte Vorträge auf Kongressen, Betriebsversammlungen und Führungskräfte-Tagungen. Auf den Stühlen finden die Leute Postkarten (z.B. mit der Aufschrift „Gut, dass Sie da sind!“, „Wenn dein Chef dich krank macht“ oder „Wahnsinn Büro“) – wenn die weiterverteilt werden, machen sie noch mehr Menschen auf meine Bücher aufmerksam … Auf meiner Website erscheint täglich ein neuer Beitrag von mir; die User können meinen Infobrief, die Podcasts und die Video-Vorträge (alles kostenlos) in ihr Intranet einbetten und so ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen.
Wie schaffen Sie das alles?
Für den Vertrieb habe ich eine Assistentin. Ansonsten ist das eine ganz bewusste Entscheidung gewesen: viel Zeit zu investieren in kostenlose Öffentlichkeitsarbeit (und Wissens-Teilung) statt in kostspielige Werbung – das ist wie ein Hebel, der heute angesetzt wird und in den nächsten Jahren immer stärkt wirkt.
Wie ist die Resonanz?
Manche Leute sagen: „Hey, statt so viel Zeit in die kostenlose Öffentlichkeitsarbeit zu stecken, könntest du doch auch einfach noch mehr Vorträge halten; dann hättest du direkt mehr Geld“. Andere sagen: „Wenn du dein Wissen weiterhin so kostenlos verschleuderst, wird doch keiner mehr deine Bücher kaufen – das kann man doch alles im Netz nachlesen.“ Dann muss ich immer grinsen. Meine Meinung ist: Wer Wissen teilt, macht seine Leistungen bekannt. Und wenn die seriös sind, spricht sich das herum. Ohne diese kostenfreien Wissens-Teilungen wären meine Angebote bei weitem nicht so bekannt.
Wo verläuft Ihre persönliche Grenze zur kostenpflichtigen Leistung?
In meinen Augen ist kostenlose Wissensteilung eine Form von Öffentlichkeitsarbeit – und kurbelt den Verkauf der Bücher an (das gilt nach meiner Erfahrung selbst dann, wenn sämtliche Kapitel eines Buchs im Web zu lesen sind).
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