Annette Schwindt, schwindt-pr
www.schwindt-pr.com
Wer sind Sie und was bieten Sie an?
Ich heiße Annette Schwindt, im Web auch bekannt als schwindt-pr. Ich bin Beraterin für Kommunikation mit Schwerpunkt Social Web, ich blogge und bin Autorin je eines Handbuchs zu Facebook und zu Google+. So helfe ich anderen, ihre Online-Kommunikation richtig aufzubauen oder zu verbessern.
Worin besteht Ihr besonderes Fachwissen?
Da ich selbst und für andere sehr aktiv im Social Web bin, stehe ich im ständigen Austausch mit meinen Lesern, Kunden und Kollegen. Dabei lerne ich kontinuierlich weiter und kann die dabei gemachten Erfahrungen in meine Beratungen, Blogartikel und Bücher einfließen lassen.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, kostenlos Wissen zu veröffentlichen?
Ich habe mich schon früh mit anderen online ausgetauscht. Zunächst in Foren und Chatrooms, dann via Myspace, Twitter, Facebook etc. Spätestens mit meinem Blog gab es dann (zunächst auf Englisch, seit April 2009 auch auf Deutsch) eine feste Anlaufstelle zur Dokumentation meiner Erfahrungen im Social Web. Die Resonanz wuchs stetig, die Rückfragen nehmen kein Ende und so stoße ich auch immer wieder auf neue Themen.
Mir ging es von Anfang an nicht ums Geld verdienen, sondern um den Austausch. Wenn ich eine konkrete Beratung gebe, dann nehme ich dafür inzwischen auch Honorar. Aber am Anfang habe ich nur experimentiert, nicht beraten. Meine Erfahrungsberichte haben aber anderen gezeigt, dass ich die Sachen, über die ich da schreibe, verstanden habe. Also haben sie mich um Hilfe gebeten und so kam ich zum Beraten.
Welche Plattformen nutzen Sie dazu?
Mein Blog „In Sachen Kommunikation“, Facebook, Twitter (@schwindtpr), Google+.
Wie schaffen Sie das alles?
Das alles ist Kommunikation und die macht mir Spaß.
Wie ist die Resonanz?
Sehr gut. Meine Leser, Kunden und Kollegen sehen mich als kompetenten Ansprechpartner und mein Verlag freut sich über den Absatz der Bücher.
Welche Erfolge haben Sie damit? Wie zahlt sich das aus?
Ich messe meinen Erfolg nicht in Geld, zumal ich aus gesundheitlichen Gründen nicht so arbeiten kann wie andere. Mir ist es wichtiger, mit interessanten Menschen und Projekten zu arbeiten. Was dabei zurückkommt, bereichert mich nicht zwingend finanziell, sondern (auch) auf andere Weise.
Wenn es um Zahlen geht: Mein Facebook-Buch wurde inzwischen über 15.000 mal verkauft, das ist für ein Sachbuch in dem Bereich enorm. Daraufhin haben mich meine Leser gebeten, auch ein entsprechendes Handbuch zu Google+ zu verfassen, das gerade erschienen ist. So ein Vertrauen ist mir mehr wert als Geld.
Ich sehe meine Arbeit als bereichernden Teil meines Lebens an, nicht als etwas das getan werden muss, um zu leben.
Wo verläuft Ihre persönliche Grenze zur kostenpflichtigen Leistung?
Kurze Rückfragen zu einzelnen Funktionen beantworte ich in meinem Blog oder sonst wo im Social Web kostenlos. Konkrete und v.a. komplexere geschäftliche Beratungen gebe ich nur gegen Honorar, v.a. wenn andere mit dem Ergebnis meiner Beratung Geld verdienen wollen. Bei non-profit Projekten mache ich auch mal Ausnahmen.
Haben Sie besondere Erlebnisse, von denen Sie erzählen möchten?
Anfang 2007 schickte mir der norwegische Autor Pål H. Christiansen eine Freundanfrage auf Myspace. Wir kamen ins Gespräch und weil er die Websites meiner eigenen Projekte so überzeugend fand, bat er mich noch am selben Tag, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist bis heute mein liebster Kunde, da ich ohne ihn niemals so intensiv im Web zu experimentieren begonnen hätte. Dabei traf ich immer wieder neue Leute, von/mit denen ich lernen konnte und das dauert bis heute an.
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